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Samstag, 5. April 2014

Vier Jahrzehnte Heimatmuseum

Das Heimatmuseum feierte heute vier Jahrzehnte seines Bestehens. Herzlichen Dank an die ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die in der Tradition der Gründer Gleue und Wüllner die Tradition am Leben erhalten. Hier mein Grußwort aus der Jubiläumsbroschüre im Wortlaut:

Dienstag, 23. Juli 2013

Freischießen: Der Festplatz ist reserviert

Eine meiner ersten Amtshandlungen nach ein paar Tagen Urlaub: Der Nutzungsvertrag für den Wennigser Festplatz für das Historische Freischießen ist unterzeichnet. Die Schützengesellschaft hat damit nun Planungssicherheit für das traditionelle Wennigser Fest. Alle drei Jahre wird in historischen Uniformen gefeiert - im kommenden Jahr wird dies vom 21. bis zum 24. Juni der Fall sein.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Kurt Schumacher, das Bahnhofshotel Petersen und eine Matrjoschka-Puppe

Die Seite 3 der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung wies heute in einem umfangreichen Artikel auf einen besonderen Geburtstag hin: Die SPD wird 150 Jahre alt. Journalist Reinhard Urschel ließ die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie Revue passieren. Eines aber hat er vergessen: Die Wennigser Konferenz. Er ist nicht der einzige. Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die die zitierte Seite zur Geschichte ihrer Partei betreibt [Link], zeigt sich nicht allzu affin. Zwar weist sie auf Erinnerungsorte von London bis Warschau hin. Dass aber die älteste demokratische Partei Deutschlands nach Ende des Weltkrieges in Wennigsen wieder zusammenfand kommt nicht vor. Doch der Blogger hört die Signale: Wiewohl parteilos ruft das natürlich den Wennigser Bürgermeister auf den Plan. Schmollend in der Provinz sitzend, begann er in seiner Mittagspause zu recherchieren.

Samstag, 25. August 2012

Heimatmuseum eröffnet Sonderausstellung



Dieses Augustwochenende steht ganz im Zeichen der Bahn! Am Donnerstag wurde die Bahnhofsunterführung in Wennigsen eingeweiht, am Freitag wurde ein S-Bahn-Zug auf den Namen Wennigsen getauft - und morgen wird im Heimatmuseum eine Sonderausstellung zum Jubiläum der Deisterstrecke eröffnet. Hier schon einmal exclusiv vorab, das schriftliche Grußwort, dass die Besucher der Ausstellung erwarten wird! 

"Die Deisterstrecke feiert 140 Jahre, Wennigsen bekommt einen ,eigenen' S-Bahn-Zug und die Unterführung unseres Bahnhofes wird künstlerisch neu gestaltet: An der Sonderausstellung des Heimatmuseums und den besonderen Aktionen zeigt sich, welch herausragende Bedeutung die Bahn für Wennigsen hat.


Die Deisterstrecke ist eine historische Entwicklungsachse für Region, Gemeinde und Ort. Die wirtschaftliche Erschließung unseres Landstriches wäre ohne die Eisenbahn nicht möglich gewesen. Industrie und Infrastruktur sind seit 1872 kontinuierlich gewachsen, Transportmöglichkeiten für Deisterkohle und Holz brachten seit dem vorvergangenen Jahrhundert Wohlstand und Arbeitsplätze. Diese Ausstellung zeichnet mit Liebe zum Detail diesen Fortschritt nach. Den Machern besten Dank.

Heute steht bei der S-Bahn der Pendlerverkehr mit Aspekten des Klimaschutzes, der Schonung von Ressourcen und preisgünstige Mobilität im Vordergrund. Wennigsens Bedeutung für die Naherholung und als begehrter Wohnort hängt maßgeblich mit dem ebenso umweltfreundlichen wie zuverlässigen S-Bahn-Verkehr zusammen. Der Wunsch der Wennigser nach einer „eigenen S-Bahn“ geht mit der Zugtaufe am 24. August 2012 in Erfüllung. Möge dieser Zug die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, der Region Hannover und des ganzen Streckennetzes allzeit sicher und pünktlich befördern. Ebenfalls neu wird dann die Tunnelgestaltung sein. Auch hier zeigt sich der Erfolg gemeinschaftlicher Initiativen. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat beherzt angepackt! Ein Sponsor wurde gefunden, die Jugendpflege und Bauhof unserer Gemeinde ins Boot geholt, die Schulen angesprochen und ein junger Grafikdesigner aus der Graffiti-Szene eingeladen, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Unsere jungen Kreativen haben ihre künstlerische Freiheit genutzt – die Motive unter dem Motto „Wennigsen vernetzt“ finde ich überraschend, erfrischend und ausdrucksstark.
Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten dieser Initiativen. Den Besucherinnen und Besuchern des Heimatmuseums, insbesondere dieser Sonderausstellung, wünsche ich interessante und informative Stunden."

Freitag, 24. August 2012

Wennigsens S-Bahn getauft

Wennigsen hat nun seinen "eigenen" S-Bahn-Zug! Der ganze Bahnsteig 1 war gefüllt mit Gästen als Herr Egerer von der S-Bahn Hannover und ich mit Champagner den Triebwagen taufen. 260.000 Kilometer wird der Zug zurück legen im Jahr. 525.000 Personen fahren in ihm zur Arbeit, zum Shoppen, in den Deister und zu 96-Siegen. 2.000 Ein- und Ausstiege verzeichnet die Bahn an der Station Wennigsen am Tag. Gäste aus Brasilien führten einen Tanz auf zur Einweihung und die Kinder unseres Kinderhortes hatten ein Leoprello gebastelt in Form einer langen S-Bahn. Nachdem wir oben das Wappen getauft hatten, waren die Kleinen dran und tauften noch einmal das S-Bahn-Logo - so dass alle Generationen eine gute, sichere und pünktliche Fahrt in unserem Zug haben werden. Den zahlreichen Beteiligten der Aktionen rund um unsere Eisenbahn - S-Bahn-Taufe, Graffiti-Sprayen und Sonderausstellung im Heimatmuseum - noch mal ein herzliches Dankeschön!
Fotos (2): Hugo | CON

Montag, 21. Mai 2012

Degersen hat nun einen "Ehrenbürgermeister"

Fritz Sennholz ist der erste Wennigser, der den Titel "Ehrenortsbürgermeister" trägt.
Gestern haben Ortsbürgermeister Walter Rasch, sein Stellvertreter Dirk Sennholz und ich die besondere Urkunde des Ortsrates überreicht. Rund 50 Gäste waren ins DGH gekommen, um Sennholz für seinen Einsatz in Degersen und auch im Rat der Gemeinde Wennigsen zu danken. Die ehrenamtliche Arbeit von Fritz Sennholz geht zurück in jene Jahre als die Gemeinde Wennigsen (Deister) noch gar nicht gegründet war. Diese ist erst 1970 gegründet worden. Die Ehrungen, die Fritz Sennholz für 47 Jahre ehrenamtlichen Engagements bekommen hat, sind vielfältig. Zu den herausragenden zählen die Ehrennadel und der Ehrenring der Gemeinde Wennigsen und das Bundesverdienstkreuz am Bande. Unter seiner Ägide sind unzählige Entwicklungen in Degersen vonstatten gegangen. Dazu gehören Bauten wie das Feuerwehrhaus und das Dorfgemeinschaftshaus, das Schützenhaus und die Einrichtung des Kapellengartens. Die Landschaftsbegrünung und der Rehrenborn sind auch Teil der Arbeit von ihm und seinem Team, das er als Ortsbürgermeister über Jahre geführt hat. Heute so selbstverständlich erscheinende Dinge wie die Ampelanlage an der Kreuzung Möllerburg oder den Degerser Anschluss an die Kanalisation hat er mit begleitet. Die Zahl der Bürger Degersens hat sich von rund 440 Einwohnern zu Beginn seiner Tätigkeit bis heute fast verfünffacht. | Foto: Hugo |

Donnerstag, 29. März 2012

Wennigsens Geburtstag wird vorverlegt - Einladung zum Ortstermin


Der schwarze Untergrund zeugt
von historischen Siedlungsspuren
Wennigsen ist älter als bekannt! Die Grabungen auf dem Gelände des zu errichtenden Familienzentrums Vogelnest haben Spuren einer Siedlung aus dem Hochmittelalter freigelegt. Die Ortschaft Wennigsen muss ihr Alter also nach oben korrigieren: Bei begleitenden archäologischen Untersuchungen wurden in den letzten Tagen Siedlungsspuren des Früh- und Hochmittelalters (10. bis 12. Jahrhundert n. Chr.) aufgedeckt. Das Fundmaterial lässt darauf schließen, dass Wennigsen etwa 200 Jahre älter als bislang angenommen ist.
Kurzfristig möchten wir die interressierte Öffentlichkeit einladen, sich über die archäologischen Arbeiten zu informieren. Treffpunkt ist morgen,

Freitag, 30. März 2012, 16.00 Uhr,
in der Neustadtstraße.

Als Fachleute stehen Rede und Antwort Ute Bartelt, Archäologin, Fachbereich Bauen der Region Hannover und der Leiter der Grabungsfirma ArchaeoFirm, Tobias Poremba.

Freitag, 23. März 2012

Archäologen sichern die Spuren der frühen Wennigser

Um ein Sprichwort passend abzuwandeln: "Wenn einer eine Grube gräbt, dann kann er was erleben..." Derzeit bauen wir das Familienzentrum "Vogelnest" an der Neustadtstrasse. Eine Auflage in der Baugenehmigung lautet, dass die Arbeiten von Archäologen fachgerecht begleitet werden. Und wo Fachleute sind, da sind auch Funde!

Mittwoch, 29. Februar 2012

Danke an die Deister-Leine-Zeitung

Im Fachwerkhaus rechts wurde 1885 die DLZ gegründet. Das Bild von der heutigen Kreuzung Heitmüller hat Ortsbürgermeister Blazek zur Verfügung gestellt.
Im Jahr 1885 wurde die „Provinzial Deister-Leine-Zeitung“ im Ortskern von Wennigsen an der heutigen „Kreuzung Heitmüller“ gegründet. Zwar wechselte sie schon kurz danach den Besitzer und zog nach Barsinghausen, doch sie war vom ersten Tag an eine treue Begleiterin des Lebens in Wennigsen, den Ortschaften und seit 42 Jahren unserer damals gegründeten Großgemeinde.

Es stimmt uns Wennigser sehr traurig, dass unsere traditionsreichste Heimatzeitung ab morgen nicht mehr erscheinen wird. Damit fehlt ein wichtiger journalistischer Beobachter und schreibender Mitgestalter des kommunalen Lebens. Vereine und Verbände konnten auf die zuverlässige Berichterstattung bauen. Der Sport nahm breiten Raum ein, die Kultur vor Ort ebenso. Kinder und Jugend hatten Platz sowie Soziales und Seniorenthemen. Ausführlich wieder gegebene Leserbriefe gaben auch denjenigen Raum, die sich nicht in einer Organisation fanden, aber dennoch Anliegen oder Kritik hatten. Ein Blick in die Nachbarschaft war redaktionell ebenso möglich wie mit den unzähligen Familienanzeigen, über die morgens am Frühstückstisch gesprochen wurde. Nicht zu vergessen: die Fotos. So manch ein Wennigser Moment ist in der Deister-Leine-Zeitung durch einen erinnerungswürdigen Schnappschuss zu lokaler Geschichte geworden. Das alles wird uns fehlen.

Dienstag, 31. Januar 2012

Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments - Die Preisverleihung steht an

Das Siegerfoto: Schattenspiel
Heute habe ich die Urkunden unterzeichnet! Wie rechts unten im Bild zu sehen, liegen sie gerade feinsäuberlich zum Trocknen von Stempel und Unterschrift auf dem Schreibtisch aufgereiht. Mit ihrer Vergabe steht morgen der letzte Akt unseres sehr erfolgreichen Wettbewerbes "Wiki loves Monuments Wennigsen" an. Im verganenen Jahr hatte die Gemeinde Wennigsen gemeinsam mit Wikimedia Deutschland e.V. im Rahmen des europaweiten Wettbewerbes einen eigenen Sonderpreis ausgelobt. Ziel war es, möglichst viele Bilder in der Datenbank "Wiki Commons" bzw. zur Nutzung in der online-Enzyklopädie Wikipedia zu bekommen. Am Rande sollte auch das geschriebene Wissen profitieren und zahlreiche neue Artikel über Wennigsen in der weltgrößten Enzyklopädie erscheinen. Nicht nur Foto-Interessierte, sondern auch Vereine haben sich beteiligt - dazu gehörten das Heimatmuseum, der ADFC sowie die Fotogruppe Bredenbeck. Profi-Fotograf Ralf Orlowski hatte einen eigenen Workshop zu dem Wettbewerb angeboten. Insgesamt wurden 311 Bilder eingereicht. 
Das Siegerfoto ist ein Detailbild des Klosters Wennigsen, das von Hartmut Makus hochgeladen wurde. Die Jury kürte neun weitere, ausdrucksstarke Bilder als "Gewinnerfotos". In dem Gremium saßen als Vertreterin der kommunalen Politik die ehemalige Bürgermeisterin und Ratsvorsitzende Renate Borrmann, Hendrik Heüveldop vom Tourismus-Service Wennigsen, als Fachmann mit Blick für fotografische Perspektiven der ehemalige HAZ-Redakteur Harald Barfigo sowie als Vertreterin der Denkmalseigentümer und -nutzer die Äbtissin des Klosters, Gabriele Siemers.  Im neuen Ausschuss für Feuerschutz, öffentliche Ordnung, Mobilität und Digitales wird der Vorsitzende Joachim Batke morgen die Urkunden überreichen. Die Gewinner erhalten zudem kleine Preise, zum Beispiel das neue Buch über Wikipedia aus dem Verlag Hoffmann und Campe.

Montag, 9. Januar 2012

Demographischer Wandel - "Das Heft selbst in die Hand nehmen"

"Ideenbörse demografischer Wandel - Gute Projekte aus der Region" - Die Wanderausstellung der Region Hannover habe ich heute Abend im Rathaus eröffnet. Gastredner war Professor Carl-Hans Hauptmeyer. Thema seiner Ausführungen: "Das Hänsel-und-Gretel-Prinzip: oder warum die Dörfer das Heft selbst in die Hand nehmen müssen". Vor rund 50 Gästen, darunter Mitglieder des Rates und drei Ortsbürgermeister, hielt er einen ebenso mutigen wie Mut machenden Vortrag. Tenor: "Engagieren Sie sich!" Sich zurück zu ziehen und zu sagen, es reiche ja, wenn man Steuern zahlt, wies er als altbackenes Untertanendenken zurück. Der Experte für Regionalgeschichte der Universität Hannover ist in Wennigsen bestens bekannt: In den achtziger Jahren hat er eine wissenschaftliche Studie zu unserer Ortschaft Holtensen erstellt und auch ein Fachbuch über das Calenberger Land verfasst.

Dienstag, 3. Januar 2012

Abschied von der Tenne

Ein letztes Mal Tresenblick! Das Gasthaus "Zur Tenne" hat zum Jahresende seine Tür geschlossen. Damit geht in ein Stück Kneipenkultur in der Ortschaft Degersen verloren. Das Wirtsehepaar Monika und Frank haben mit ihrer Gastwirtschaft viel zum Leben im Dorf beigetragen. Die Tenne war Anlaufpunkt von Vereinen und Stammtischen. Krökler, Dartscheibe, Monis Currywurst und Franks Musik - das gehörte einfach zum Freistaat.

Dienstag, 1. November 2011

Kirchturm hat seine Spitze wieder

12:34 Uhr: Gleich geht es mit dem Fahrstuhl den Wennigser Kirchturm hinauf zum "Knopffest". Damit wird das Aufsetzen der restaurierten Kirchturmspitze gefeiert. Wir warten gerade auf Bauleiter Matthias Riethmüller, der den Aufzug am Kirchturm bedient. Mit dabei: Äbtissin Gabriele Siemers, Werner Lemke von der Klosterkammer, Presse und weitere geladene Gäste.

Foto:  M.Hemme
Abend-Update: Kurz vor 13 Uhr ging es mit dem Außenlift nach oben. Die letzten Meter wurden auf Leitern zurückgelegt. Mit meinem iPhone habe ich oben die Enthüllung des "Knopfes" gefilmt - so ist Name der vergoldeten Kugel in Fachkreisen. Das weit ins Calenberger Land leuchtende Monument ist mit hauchdünnen Blattgoldscheiben belegt. Die Handwerker wiesen energisch darauf hin, dass das Gold nicht berührt werden dürfe. Trotz der dünnen Schicht ist es extrem witterungsbeständig, nur Fettabdrücke von Fingern vertrage es nicht, sonst gäbe es schwarze Flecken. Über der Kugel ist eine ebenfalls vergoldete Wetterfahne angebracht sowie ein Windrichtungspfeil. Zeitkapseln enthalten Dokumente des Klosters, der Kirchengemeinde und der Johanniter mit aktuellen Schriften. Diese sollen bei der nächsten Instandsetzung einen Blick in unsere Zeit gewähren. Die letzte Öffnung liegt rund 150 Jahre zurück. Im Frühjahr soll es ein großes Fest geben, kündigte Äbtissin Gabriele Siemers an, wenn die rund 650.000 Euro Sanierung der gesamten Kirche vollbracht sein wird. Der Kirchturm misst nun samt Spitze wieder 43,50 Meter und ist damit das höchste Gebäude im Ort.

Donnerstag, 29. September 2011

Altes Zollhaus - die Rettung beginnt

Es ist die letzte Hoffnung für das Alte Zollhaus in Wennigsen. Eines der markantesten Gebäude des Ortes verfällt seit Jahren vor sich hin. Es befindet sich in Privatbesitz und einige Versuche zur Rettung des historischen Gemäuers hat es bereits gegeben. Im vergangenen Jahr hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein Wennigsen von 1896 e.V. einen Ideenwettbewerb gemeinsam mit der Gemeinde ausgeschrieben. Heute um 16 Uhr wird unter der Schirmherrschaft von Regionsdezernent Prof. Dr. Axel Priebs verkündet, wie es mit dem Siegentwurf des Wettbewerbes weitergeht. Vorher darf ich auch noch nichts verraten. Eines ist aber sicher: Für das baufällige Gebäude wäre es eine Rettung in letzter Minute. Interessante Hintergründe zum Zollhaus finden sich im Wikipedia-Artikel zu dem Baudenkmal.


Update 17:47 Uhr - Die Präsentation ist soeben vorbei. Vor rund 30 Gästen, Interessierten und Journalisten ist das Konzept vorgestellt worden. Die erste Finanzierungshürde liegt bei 10.000 Euro, die bis Jahresende geschafft sein soll.
Alle Informationen finden sich auf der neu geschaffenen Homepage zum Alten Zollhaus:
http://www.zollhaus-wennigsen.de/

| Foto: Hartmus Makus. Wikimedia.commons.org. Lizenz: CC-BY-SA-3.0 |
| Ein Bild des Wettbewerbes Wiki Loves Monuments 2011 Wennigsen |

Sonntag, 18. September 2011

Fotogruppe Bredenbeck und ADFC "erradeln" Denkmale

Die Fotogruppe Bredenbeck und der Radfahr-Club ADFC Wennigsen-Barsinghausen sind heute morgen zur Denkmalstour aufgebrochen. Bei der Radtour durch die Gemeinde Wennigsen werden zahlreiche Denkmale für die Aktion "Wiki loves Monuments" angesteuert. Wikimedia und Gemeinde erhoffen sich dadurch, das freie Wissen in Wort und Bild über Wennigsen in der Wikipedia und in der offenen Bilddatenbank Wikicommons zu erhöhen. | Link |.

Freitag, 9. September 2011

Wiki loves Monuments: Am Sonntag Karten zum Feuerwerkswettbewerb gewinnen

Feuerwerkswettbewerb in Herrenhausen  | Foto: HMTG |
In der kommenden Woche hat der Foto-Wettbewerb "Wiki loves Monuments" seine erste Halbzeit hinter sich. Ziel der europaweiten Aktion ist es, für die online-Enzyklopädie Wikipedia Bilder von Baudenkmalen "zu spenden". In Niedersachsen wurden bereits mehr als 100 Bilder hochgeladen, rund 30 davon aus Wennigsen. Die Gemeinde Wennigsen ist einziger kommunaler Partner des Projektes im Norden. Um unserer Zielmarke von 100 Bildern näher zu kommen, werden am Sonntag fünf mal zwei Karten zum Feuerwerkswettbewerb in den Königlichen Gärten Hannover-Herrenhausen verlost. Am 24. September wird dort das Team aus Mexico ''Pirotecnia Reyes'' den Himmel illuminieren. Verlost werden die Karten unter all jenen Nutzern, die über den Hochlade-Assistenten des Wettbewerbs bis Sonnabend um Mitternacht Bilder von Wennigser Baudenkmalen gespendet haben. Herzlichen Dank an die Hannover Marketing und Tourismus GmbH, die die Verlosung der Karten ermöglicht. (Der Rechtsweg ist selbstredend ausgeschlossen.)

Links: Weitere Infos gibt es auf der Wennigser Projektseite bei Wikipedia. Die Liste mit den Wennigser Kulturdenkmalen gibt es hier. Bisher in Niedersachsen hochgeladene Bilder.

Donnerstag, 25. August 2011

Wiki loves Monuments - Wennigsen liebt Wiki

Das Ambiente hätte für eine Pressekonferenz zum Thema Denkmalschutz nicht schöner sein können: Umrahmt vom Grün des historischen Anwesens und mit Blick auf das Herrenhaus "Vier Eichen" plauderte ich heute mit Journalisten. Dass es dabei auch um Themen wie Internet, freies Wissen und offene Lizenzen ging, fiel im Schatten von Laves Bausubstanz erst auf den zweiten Blick auf. Vor dem Rhododendron zierte ein Wikipedia-Logo den Garten - denn ich durfte als Bürgermeister heute Wennigsens Teilnahme am Wettbewerb "Wiki loves Monuments" bekannt geben. Damit sind wir Vorreiter im Norden!

Am 1. September startet die Wikipedia-Community den europaweiten Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“. Wir sind Partner des Projektes in Niedersachsen und mit dem bundesweit einzigen Sonderpreis dabei! Ziel des Wettbewerbes der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist es, kulturelles Erbe im Bild festzuhalten und als freies Wissen bereitzustellen. Unser örtlicher Wettbewerb und Aktionen rund um die Denkmale sollen helfen, die Mehrzahl der Wennigser Baudenkmale für die Internetnutzer aufzubereiten.

Eigens aus Berlin angereist war Sebastian Sooth vom Wikimedia e.V. in Berlin. In Deutschland arbeiten derzeit zwei Gemeinden mit dem Verein für den Wettbewerb zusammen - Bergheim in NRW und wir. Bergheimer Ziel ist es, die erste Stadt in Deutschland zu sein, die alle Denkmale im Internet bebildert hat. (Ich hatte auf der Wiki-Projektseite auch gleich gestern Abend einen Gruß in die Kreisstadt übersandt - wir drücken die Daumen!)
Warum machen wir mit? Ganz einfach: Weil wir's können. 68 Baudenkmale sprechen für sich, hinzu kommen elf Naturdenkmale. Unser Ziel ist es, viele Menschen zu aktivieren, die Artikel über Wennigsen zu verbessern, Fotos der Denkmale beizusteuern und das freie Wissen über Wennigsen im Netz zu fördern! Alle Interessierten sind eingeladen, Wennigser Sehenswürdigkeiten aus neuen Perspektiven zu belichten. Wir bieten Hilfestellungen wie ein Fotoseminar mit Ralf Orlowski an, verlosen eigene Preise zu Wennigser Denkmalfotografien und vieles mehr. Infos gibt es ab September laufend unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wiki_Loves_Monuments_Wennigsen

Dort stehen auch die Partner, Hinweise zu Rechtlichem und zum europaweitem Wettbewerb.

Wie wir auf so tolle Ideen kommen? Sebastian Sooth und ich hatten uns in Berlin auf dem Open Data Day kennengelernt. Progressiv wie wir sind, haben wir sofort beschlossen, dass aus Wiki loves Monuments auch eine weitere Romanze Wennigsen loves Wiki werden könnte. An all jene, die an den Liebeserklärungen mitarbeiten wollen: Die Artikel über Wennigsen in der Wikipedia sind vielfältig und warten auf Bilder und weitere neue Informationen. Ich hab auch schon mal gebastelt und kann sagen, dass es eine Menge Freude macht, sein Wissen online zu teilen

Samstag, 13. August 2011

Andachtsraum auf dem Wennigser Friedhof eröffnet

Das Mausoleum auf dem Wennigser Friedhof ist restauriert und wurde heute eingeweiht. Das Engagement des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Wennigsen (VVV) hat das rund 90 Jahre alte Baudenkmal vor dem Verfall gerettet. Ursprünglich war es die Familiengrabstätte der Familie Meyer aus Sorsum. Seit heute Vormittag ist ihre letzte Ruhestätte der Öffentlichkeit zugänglich und dient nun als Andachtsraum.
Rund 400 Stunden haben ehrenamtliche Helfer rund um den VVV geleistet, um das 1914 errichtete Mausoleum zu renovieren. Der evangelische Pastor Lüdde und der katholische Pfarrer Paschek hielten eine kurze Andacht vor den rund 60 Gästen. Ich hatte heute die Freude, geladener Gast zu sein und mal kein Grußwort zu sprechen. Da ich Beisitzer im Vorstand bin, war dies dem Vorsitzenden und vor allem seinem Stellvertreter, Wilfried Harting, der das Projekt auch angeschoben hatte. Seit Wiedergründung des VVV vor vier Jahren hat der Verein bereits eine Vielzahl an Projekten auf den Weg gebracht, von Broschüren, Aktionstagen bis hin zu Denkmalrenovierungen.
Begebenheit am Rande: Bei der letzten Veranstaltung des Vereins hatte sich ein Bürger bei mir beschwert, dass die Autos in seinem Wohngebiet zu schnell fahren würden. Er bat um mehr Geschwindigkeitskontrollen. Heute teilte er mir mit, dass unweit dessen zunächst er und anschließend seine Frau geblitzt wurden. Da soll noch einer sagen, der Bürgermeister würde sich nicht kümmern...

Freitag, 5. August 2011

Die große Baustellenrundfahrt - Teil II

Vorgestern ging die Baustellenrundfahrt in die Breite - mit der Besichtigung von Gerätehaus- und Schulbaustellen. Nun ging es in die Höhe! Gestern habe ich die Baustelle des Turms der Klosterkirche besucht. Die Klosterkammer Hannover renoviert und restauriert derzeit das höchste Gebäude unseres Ortes. Unter fachkundiger Leitung ging es mit dem Baulift rund dreißig Meter nach oben. Die letzten Meter des mehr als 40 Meter hohen Gebäudes wurden über Leitern zurückgelegt. Die Kammer investiert rund eine halbe Million Euro in den Turm und das Dachgebälk des denkmalgeschützten Gemäuers. Die nach dem Krieg erneuerten Schieferschindeln müssen erneuert werden, der zum Teil nach Jahrhunderte liegende Deister-Sandstein des Turmes wird durch Obernkirchener ergänzt, statische Probleme werden mit Ankern behoben, morsche Eichenbalken durch frische ersetzt und einiges mehr ist zu tun. Glocken, Ziffernblatt der Turmuhr und Triumphkreuz werden in dem Zuge erneuert. Auch der Naturschutz kommt nicht zu kurz: Für Turmfalken wird ein Nistkasten angebracht und die Baustelle wurde so eingerichtet, dass ein Schleiereulenpaar, dessen Wohnzimmer der Turm ist, nicht gestört wird. Beim Blick über Wennigsen ließ sich feststellen, dass unsere Gemeinde in der Gesamtschau von oben noch weitaus grüner, schöner und beschaulicher ist als von unten.

Ein paar Impressionen, die ich dort oben mit dem Fotohandy aufgenommen habe:
Kornboden über der Klosterkirche

Der Jünglingsbrunnen von oben

Parkähnlich: Der Wennigser Friedhof

Montag, 20. Juni 2011

Freischießen - Tag 2: Tauglichkeitsuntersuchung bestanden

Tag zwei des Historischen Freischießens Wennigsen. Um 14 Uhr hatte ich die Ehre, die Gemeindefahne und die historische Schützenkette, nunmehr 153 Jahre alt, dem kommandieren General Rogge zu übergeben. Pünktlich um 15 folgte der Ausmarsch durch Wennigsen. Leider zeigte sich Petrus nicht als Freischütz und ließ es während des Umzuges immer wieder kräftig regnen. Nach dem Ausmarsch, der Parade und dem Anbringen der Schützenscheibe wurde ich - noch reichlich durchnässt vom unfreundlichen Wetter - auf meine weitere Tauglichkeit untersucht.
Stabsarzt Dr. Colshorn prüfte auf Herz und Nieren und lauschte mit seinem Hörknochen tief in mein Inneres. Am Ende reichte es mit Hilfe der Medizin Nummer 17 (ein Bild verrät bekanntlich mehr als 1000 Worte; re.) dargereicht im übergroßen Silberlöffel doch noch zum "Tauglich"-Abzeichen.